Mar 6, 2010

Manchmal ist es zum verzweifeln: bei aller Freude darüber, dass kleine Röstereien neu entstehen, erschreckt es mich, wie unreflektiert doch oft gearbeitet wird. Was ich meine?
Wie kann es sein, dass eine kleine Rösterei einen Ausschank und ein kleines Kaffee betreibt, im Verkauf mit zehn oder mehr unterschiedlichen Sorten Kaffee wirbt und sich auf der Getränkekarte lediglich Espresso, Espresso Macchiato, Cappuccino und Latte Macchiato finden, aber auch Darjeeling, Earl Grey, Früchtetee, Weißer Tee, Kamillentee und Pfefferminztee. Genau genommen ist die Teekarte wesentlich differenzierter, listet diese doch unterschiedliche Teesorten auf, hingegen kann man nur “Espresso” trinken.
Wie soll der Konsument jemals lernen, wie vielseitig Kaffee sein kann, wenn wir es ihm nicht richtig vermitteln? Was ist so schwierig daran, wenigstens zwei bis drei unterschiedliche Kaffeesorten als Espresso anzubieten und eine Auswahl an Kaffees? Holt die Kunden ab, zeigt ihnen was Kaffee sein kann, erklärt Eure Kaffees und deren Charakter. Espresso gibt es an jeder Ecke, richtig guten findet man hingegen selten, noch seltener eine gewisse Auswahl.



Naja, unter einer differenzierten Teekarte würde ich einen “First Flush Darjeeling aus dem Garten “Ging”, Ernte 2009, SFTGFOP” verstehen
Noch besser wär’s, wenn dann auch dranstünde, ob der Tee in einem Teebeutel oder lose daherkommt. Du siehst, es ist nicht alles schwarzweiss. In diesem Fall ist es nur schwarz
und zwar seh ich schwarz für die Kaffee- und Teekultur in Deutschland.
Bars mit gutem Tee oder Espresso muss man echt mit der Lupe suchen…
Der Meinung kann ich mir nur anschließen. Guten Espresso findet man wirklich selten. Von insgesamt 10 Läden habe ich 2 Espressosorten für “gut” befunden.
@taurui:
Ja, ich gebe Dir Recht, auch die Teekarte könnte ausgefallener sein (bei Tee steige ich allerdings thematisch aus).
@Dietmar:
Meinst Du die Qualität der Zubereitung oder den Kaffee selbst?