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Radical Coffee Projekt - Roast Challenge by wolfram

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Wir starten demnächst ein neues Projekt unter dem Arbeitstitel “Roast Challenge” und möchten einen Vorgeschmack geben, was Euch erwartet.

Die “Roast Challenge” ist die Donnerkuppel deutscher Röster. Rastlos, seit Generationen, kein Ziel vor Augen. Was ist Qualität, was ist guter Kaffee? Diese Frage wird beantwortet, alte Zöpfe abgeschnitten, schonungslos. Die grausame Realität ist: die Jury seid IHR!

Auf dem Schlachtfeld begegnen sich Röstereien und kämpfen mit gleichen Waffen gegeneinander. Wer röstet den besten Kaffee, wer den besten Espresso und wer erschafft den besten Espresso-Blend? Akribische Vorbereitungen vor der Schlacht, eine kritische Jury, Blindverkostungen, ein Ranking.

Am Ende kann es nur einen geben!

DBC und WBC Erfahrungsbericht by greenandbean

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Hi Leute, nun habe ich mich endlich aufgerafft, um Euch meine Sichtweise zu schildern, wie ich die DBC und die WBC erlebt habe.

Erst einmal ein riesengroßes Lob und Dank an das Team radical coffee (Wolfram und Tom) sowie an Natalie Andrich und Björn Dietrich, der sich spontan dazu entschlossen hat das ganze Equipment mit dem Auto nach London zufahren und auch vor Ort immer eine nützliche Hand war. Ebenso möchte ich Eric  Wolf und Steffi Heidemann danken, dass sie mir den Rücken freigehalten haben und mich bei La Marzocco auf dem Stand vertreten haben. Zuletzt möchte ich natürlich noch meiner Familie danken, die einen genervten Papa, Ehemann und Sohn ertragen mussten. Dank an alle, ohne euch wäre das alles nicht möglich gewesen.

Der Weg zum Deutschen Meister war weder kurz noch einfach. Leider gibt es für die Gründe, dass jemand Deutscher Meister wird, manchmal merkwürdige Sichtweisen im Internet, in Blogs und Foren. Besonders schade ist es, wenn die entsprechenden Personen weder vor Ort waren, sich auch nicht den Livestream der Meisterscahft angeschaut haben und sich ihr fundiertes Wissen über Gerüchte und Meinungen Dritter “erarbeitet” haben. Da wird von Gefallensdiensten und Vetternwirtschaft gesprochen, auf die Einladung, sich ein Bild vor Ort zumachen, hat bisher leider keiner reagiert.

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Auch wenn man die Meisterschaft verfolgt hat, ist man als Zuschauer nur in der Lage den Ablauf zu bewerten, die “Show”, die hingelegt wurde. Der Großteil der Bewertungskriterien besteht allerdings aus sensorischen Punkten, die nur die Jury schmecken, riechen und wahrnehmen kann. Als Zuschauer sollte man daher immer versuchen, eine Probe der Espresso oder Signaturedrinks zu bekommen, um sich auch hier ein Bild machen zu können. Die beste Show gewinnt nicht, sie hilft lediglich etwas.

Alle Teilnehmer an der DBC sind “lokale Heroes”, d.h. jeder Teilnehmer wird in seinem Shop von seinen Kunden verwöhnt: “hier gibt es den besten Cappuccino”, “Sie sind der Beste in der Stadt”. Dabei kommt es zu einer nicht objektiven Sichtweise des Betrachters. Auch ich bin schon darauf reingefallen. Bei meiner ersten Meisterschaft 2006 bin ich eigentlich nur hingefahren, um mir den Pokal abzuholen. Die Realität hat mich sehr schnell eingeholt: rums, voll auf die Fresse bekommen und heimgefahren mit dem letzten Platz. Und Warum? Weil ich nicht richtig vorbereitet war und die Anforderungen unterschätzt habe.

Was hat gefehlt?

  • kein tiefergehendes Verständnis der Regeln
  • keine Unterstützung / Team
  • zuwenig sensorisches Wissen
  • mit einem Kaffee angetreten, den ich nicht richtig gekannt habe
  • zuwenig Training und somit zuwenig Routine
  • die Situation unterschätzt: Wettkampf = sehr hoher Stressfaktor

Bei den Meisterschaften muss darauf geachtet werden, dass mit den neuesten Regeln gearbeitet wird. Die Regeln ändern sich von Jahr zu Jahr in kleinen Details, um die Bewertung immer detaillierter vornehmen zu können und dem Gesamtziel (Grenzen der Machbarkeit ausloten, herausragende Kaffeegetränke zubereiten) näher zu kommen. Zwei Beispiele sind die Änderung bei der Extraktionszeit für Espresso und die Änderung bezüglich der Farbe der Crema. Musste ein Espresso früher eine bestimmte Extraktionszeit einhalten, ist man heute relativ frei, wie lange eine Extraktion dauert. Das Ergebnis zählt, warum also einen schlechten Espresso mit 18 Sekunden Extraktionszeit servieren, wenn dieser mit 28 Sekunden genau das ist, was man zeigen möchte? Ebenso verhält es sich mit der Crema, bisher musste diese dunkelbraun mit einem Tigermuster sein. Warum? Schmeckt der Espresso im Tigerkostüm besser? Nein, eben nicht! Eventuell ist eine leichtere Röstung besser, um die Nuancen des Kaffees heraus zu arbeiten, mit dem Ergebnis einer etwas helleren Crema. Jede Regeländerung gibt dem Barsita mehr Möglichkeiten sich auszudrücken und seinem persönlichen Ziel näher zu kommen, man muss diese nur kennen und verstehen (hört mal in unseren Podcast hierzu rein). All dies soll die Fähigkeit und das Hintergrundwissen des Baristas  betonen. Es werden mehr Freiheiten zugelassen und dadurch auch mehr Platz geschafft für neue Wege bzw. mehr geschmackliche Farbe.

Wer mit einem Team anreist, hat weitere Vorteile: er wird entlastet. Es gibt viele Dinge, die man organisieren und vorbereiten muss, im Vorfeld und bei der Meisterschaft selbst. Oft überträgt sich die Hektik der Vorbereitung auf die Präsentation im Wettkampf und dadurch entsteht kein harmonischer “Flow”.

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Auf die sensorischen Aspekte gibt es die meisten Punkte, sucht Euch daher so früh als möglich einen Kaffee, der EUCH besonders gut schmeckt. Findet soviel Information wie möglich über diesen Kaffee heraus. Arbeitet das Geschmacksprofil des Kaffees aus. Durch extreme Vorgehensweisen, wie z.B. Unterextrahieren und Überextrahieren, findet ihr die perfekte Balance des Kaffees. Verändert danach das Röstprofil um den Kaffee perfekt auf seine Nuancen abzustimmen. Diese Vorbereitungsphase hat uns am meisten Zeit geraubt, ca. 6 Monate. Solche Sachen werden von Wettkampf zu Wettkampf schneller funktionieren (Routine), somit bleibt mehr Zeit für andere Sachen wie Perfektionierung der Arbeitsabläufe oder der Präsentation. Es ist ein perfektes Zusammenspiel von “Coffeehunting”, Rösten, Sensorik, Baristatechnik/Extraktion und Entertainment. Je besser diese 5 Teile strukturiert werden, desto besser ist die Vorbereitung und somit sind die Chancen höher, vorne mitzuspielen.

Das Training habe ich in drei getrennte Teile (Espresso, Cappuccino und Signaturedrink) gesplittet. Am Anfang könnt Ihr mit irgend einem Kaffee die Abläufe trainieren. Ihr solltet aber so schnell wie möglich Euren Kaffee finden, damit Ihr Eure Präsentation des Kaffees und den Signaturedrink mit ins Training einbauen könnt. Parallel dazu solltet Ihr das Geschmacksprofil des Kaffees ausarbeiten,  das setzt Informationen bzw. Hintergrundwissen zum Kaffee voraus (wichtig für die Präsentation und das Ausarbeiten des Röstprofils). Dies alles dient dazu den Stressfaktor während eines Wettkampfes so niedrig wie möglich zu halten. Denn durch langfristiges Training und ein gutes eingespieltes Team könnt Ihr Fehler minimieren und Ihr seid auf besondere Situationen eingestellt. Somit kann man besser und freier agieren, ohne in Panik zu verfallen. Kein Stress = Spaß auf der Bühne und das können die kleinen Nuancen zum Sieg sein.

Persönlich habe ich die DBC und die WBC als sehr familiär erlebt. Es wurde zusammen gearbeitet und sich geholfen, in allen Bereichen. Jeder hat den anderen mit Respekt behandelt. Die Möglichkeit, sich mit den anderen Teilnehmer auszutauschen ist außerdem ein Gewinn. Die Unterschiede zwischen der Deutschen Meisterschaft und der Weltmeisterschaft wird in der Auswahl der Kaffees deutlich, das Niveau bei der Weltmeisterschaft ist deutlich höher und die farbenfroher, da nationale und eigene Präferenzen deutlicher sind. Wir konnten natürlich sehr viel verschiedene Kaffees probieren und wieder erkennen: es gibt keinen “besten Kaffee”. Wenn Kaffee richtig zubereitet wird, schmeckt dieser immer wunderbar.

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Dinge müssen angepackt werden, damit man etwas erreicht. Kein Team? Leute suchen, Interessen ausloten, Spass haben, sich vorbereiten. Keinen guten Kaffee? Röstereien fragen, ob sie unterstützen, viele Gespräche führen und frühzeitig beginnen. Wenn man es nicht anpackt, gibt es auch kein Ergebnis, Aussagen wie “ich habe halt kein Team”, “ich habe halt keinen guten Kaffee” zählen nicht. Wer bei der Weltmeisterschaft im Fussball verliert, kann sich auch nicht sagen, dass er vorher “noch nie gekickt hat”. Es ist immens wichtig zu verstehen, dass es hier um eine Meisterschaft geht. Und ganz wichtig: jeder von uns hat Spass daran, sich auszutauschen. Wenn Ihr mitmachen wollt und Fragen habt, kommt doch einfach auf uns zu oder fragt einen der anderen Teilnehmer.

WBC - Deutschland ist im Semifinale by wolfram

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Es ist unglaublich, wir haben es unter die besten zwölf Teilnehmer der Welt geschafft. Deutschland tritt im Semifinale morgen nochmals gegen die besten an. Drückt uns die Daumen, einen ausführlichen Bericht reichen wir nach der Meisterschaft nach.

Folgend findet Ihr die Startreihenfolge für morgen, jubelt für uns mit.

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Erster WBC-Tag in London, Vorbereitungen by wolfram

Der erste WBC-Tag in London geht zu Ende. Nach einigen Erledigungen, die wir früh morgens noch machen mussten, haben wir uns mit den anderen WBC-Teilnehmern, den Baristameistern aus über 50 Nationen, getroffen. In einem ersten Meeting wurden die Regeln, der Ablauf und andere Themen besprochen und man hatte die Chance, sich ein erstes mal auszutauschen.

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  • Anthony Calvez, Frankreich

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  • Anna Käppeli, Schweiz

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  • Gwylim Davies, aktueller Barista-Weltmeister, England

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  • Søren Stiller Markussen, Dänemark
  • Roberts Mbabazi, Uganda
  • Tom Schweiger, Deutschland

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Goran Huber, Österreich

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So (!!!) muss ein Pokal aussehen.

Show us some lovin… by wolfram

Bei der Deutschen Baristameisterschaft haben wir gut abgeschnitten und können Deutschland in der kommenden Woche bei der Barista Weltmeisterschaft in London vertreten. Tom Schweiger tritt als Deutscher Meister 2010 für uns an.

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Für alle, die uns in London unterstützen möchten, werden wir T-Shirts mit nach London bringen. Sprecht uns an, wir verteilen diese, solange wir welche haben.

Ein Dank geht an dieser Stelle an Prorista, dem Hersteller des neuen Tamperbell Tampers. Prorista war so freundlich die T-Shirt zu sponsorn.

Party der Deutschen Baristagilde by wolfram

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DBC-Bootcamp Tagebuch - Tag 1 by wolfram

Für diejenigen, die zum ersten mal über unseren Blog stolpern, kurz eine Einleitung. Tom, Tom und ich nehmen dieses Jahr an der Deutschen Baristameisterschaft in Hamburg teil. Wir bereiten uns seit knapp einem Jahr darauf vor und haben uns einen Zeitraum von zwei Wochen für ein intensives “Bootcamp” vor der Meisterschaft reserviert. Die Meisterschaft ist in zwei Wochen, entsprechend trainieren wir ab sofort mit brutalster Härte und kompromissloser Zielstrebigkeit, immer das Ziel vor dem inneren Auge: vor lauter Koffein nicht aus den Schuhen fallen!

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Nach dem Aufbautag, der mit zehn Stunden Umbaumaßnahmen, Zubehör sortieren, aufbauen und verstauen, doch recht lang geraten ist, haben wir gestern unseren ersten Trainingstag absolviert. Für die Meisterschaft bringen wir eigene Kaffees mit, die wir aus zahlreichen Kaffees ausgewählt und selbst geröstet haben. Dank Bernd Braune von Supremo und Alfons Schramer von Mondo del Caffè hatten wir Zugang zu zahlreichen Rohkaffees, aus denen wir letztlich eine Menge von zehn Kaffees in die engere Wahl genommen haben. Vielen Dank an dieser Stelle für die großartige Unterstützung!

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Alle unsere Kaffees haben wir regelmäßig verkostet, um unterschiedliche Röstprofile gegeneinander zu vergleichen, diese zu optimieren und zu prüfen, wie die Kaffees altern. Wieviele Tage nach der Röstung erreicht der jeweilige Kaffee sein geschmacklich und aromatisch bestes Profil? Nach der vielen Vorbereitung haben wir die letzten Kandidaten gestern letztmalig verkostet und unseren Favoriten herausgesucht, für alle anderen Kandidaten ist nach dem Re-Re-Call nun Schluss.

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Vorbereitung auf die Deutsche Baristameisterschaft by wolfram

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Wir trainieren dieses Wochenende wieder für die DBC, wenn Ihr Fragen für Eure eigene Vorbereitung habt, erreicht Ihr uns über twitter, Email und als Kommentar im Blog.

Wenn die Zeit reicht, nehmen wir einen weiteren Podcast auf. Auch hier gehen wir gerne auf Fragen ein.

Meldet Euch!

Deutsche Baristagilde - Gründungstreffen by wolfram

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Am heutigen Sonntag haben sich die Gründungsmitglieder der Deutschen Baristagilde zusammen gefunden. Nach einer längeren Zeit der Vorbereitung war es nun soweit, die Satzung wurde verabschiedet, der Vorstand bestimmt und die Ziele für die nächste Zeit definiert.

Ein großer Dank geht an dieser Stelle an Dominique von Perfect Day in Wiesbaden, der uns für den heutigen Tag die Räumlichkeiten für unser Treffen zur Verfügung gestellt und sich äußerst gastfreundlich um unser Wohl gekümmert hat. Eine sehr schöne Lokalität mitten in Wiesbaden, wenn Ihr in der Nähe seid, schaut doch einmal dort vorbei.

Die Agenda für den heutigen Tag sah auf den ersten Blick relativ kurz aus, hat uns dann aber doch einen ganzen Tag beschäftigt. Von der Prüfung der Anwesenheit, dem Beschluss der Satzung, der Wahl des Vorstands bis hin zur Definition von ersten Arbeitsgruppen und Zielen für die nächste Wochen und Monate haben wir zahlreiche Themen besprochen und abgestimmt.

Die Gründungsmitglieder der Deutschen Baristagilde sind:

  • Eric Wolf, Mannheim
  • Stefanie Heidemann, Wiesbaden
  • Jörg Kranke, München
  • Funda Soysal, München
  • Boryana Kotorova, München
  • Tsvetelina Barzakova, München
  • Nana Holthaus-Vehse, Bad Feilnbach
  • Johannes Lacker, Heppenheim
  • Michael Anderegg, Halfing
  • Michael Stefanek, Bayreuth
  • Thomas Schweiger, Ansbach
  • Wolfram Sorg, Frankfurt am Main
  • Thomas Schiessl, Berlin
  • Björn Dietrich, Hamburg
  • Wolfgang Riegelsburger, Mannheim
  • Florian Mahnke, München

In vier Wahlgängen wurde der Vorstand der Deutschen Baristagilde gewählt.

  • 1. Vorstand: Eric Wolf
  • 2. Vorstand: Wolfram Sorg
  • Schatzmeister: Johannes Lacker
  • Schriftführer: Stefanie Heidemann

Die Deutsche Baristagilde wird ihren Sitz in Mannheim haben, Veranstaltungen werden gemäß der Natur der Deutschen Baristagilde deutschlandweit stattfinden. Ziel ist es jeden zu erreichen, entsprechend werden alle Aktivitäten über das Bundesgebiet verteilt.

In den kommenden Wochen werden wir unsere Internetpräsenz einrichten, auf der sich die Deutsche Baristagilde auf einem Blog vorstellen wird. Für die Mitglieder der Gilde wird es ein geschlossenes Forum geben, in dem ein Austausch zwischen den Mitgliedern möglich sein wird. Zudem werden wir die Planung für Aktivitäten im Bezug auf die Deutsche Baristameisterschaft im Juni in Hamburg aufnehmen und das nächste Gildentreffen vorbereiten. Wie bereits im letzten Beitrag geschrieben, sollen die persönlichen Treffen den Charakter der Deutschen Baristagilde prägen: Meinungs- und Wissensaustausch, Experimente, Teilnahme an internationalen Veranstaltungen und in erster Linie viel Spass an den Themen.

Bei Interesse an einer Mitgliedschaft bei der Deutschen Baristagilde, wendet Euch gerne an mich (wolfram [at] wolfredo.de). Mitmachen kann jeder, der Interesse an dem Thema und einem regen Austausch darüber hat. Wir freuen uns auf jedes neue Gesicht und die zahlreichen interessanten Gespräche, die hoffentlich auf uns warten.

Rückblick auf das Findungstreffen der Deutschen Baristagilde by wolfram

Letztes Wochenende stand ganz im Zeichen der Gründung der Deutschen Baristagilde. Wichtigstes Ziel des Treffens war eine Definition dessen, was die Baristagilde sein und werden soll. Getroffen haben wir uns in Nürnberg, in der Kaffeemanufaktur Machhörndl. Armin war so nett uns seine Rösterei und den Bereich der Kaffeebar zur Verfügung zu stellen. Ich glaube, wir haben auch sonst jeden Fleck belegt. An dieser Stelle nochmals einen großen Dank für die Bereitstellung der Örtlichkeit und die Vorbereitungen vorab. Ein weiterer Dank geht an die Organisatoren Eric, Nana, Stefanie und die “TomToms” (Tom Schweiger und Tom Schießl).

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Was wird die Deutsche Baristagilde?

Die Deutsche Baristagilde soll ein Netzwerk von Baristas werden, durch das ein intensiver Wissensaustausch untereinander gefördert wird und aktuelle Themen und Meinungen besprochen werden. Die Baristagilde soll helfen, das Berufsbild des Baristas bekannter zu machen und zu prägen. Mehrmals im Jahr wird es Veranstaltungen geben, wie die vom letzten Wochenende, bei denen es primär darum geht mit Spass und in einer netten Atmosphäre aktuelle Themen zu besprechen, sich auszutauschen, gemeinsam neue Dinge zu entdecken und kleine - nicht zu ernst zu nehmende - Wettbewerbe abzuhalten. Parallel hierzu soll eine Plattform im Internet entstehen, auf der man sich miteinander austauschen kann, die als Informationsquelle dient und das Bild der Baristagilde in die Breite kommunizieren kann.

Bei unserem ersten Termin ging es darum, in einer möglichst breit ausgelegten ersten Runde an Teilnehmern, den Grundstein für die Gründung zu legen. Jeder von uns hat eigene Vorstellungen und Ideen zu dem Treffen mitgebracht. Umso erfreulicher ist es, dass von nahezu 30 Teilnehmer alle die gleichen Wünsche äußerten, die die Grundlage für alle weiteren Arbeiten sein werden.

Das erste Treffen ist vorbei, wie geht es nun weiter?

In den nächsten Wochen werden wir alle Grundsteine legen, um noch dieses Jahr offiziell als Baristagilde in Erscheinung zu treten. Hierzu sind zahlreiche organisatorische Dinge zu leisten, über deren Fortschritt wir Euch regelmäßig informieren werden. Wie bereits im Podcast erwähnt, interessieren uns alle Ideen in diese Richtung. Wir freuen uns daher über eine rege Teilnahme in den Kommentaren. Solange es noch keinen eignen Bereich der Gilde im Internet gibt, freuen wir uns über die Teilnahme hier bei Radical Coffee.

War das alles was Ihr gemacht habt? Präsentationen und bunte “Idee-Pappwölkchen” an Wände kleben?

Nein, jetzt kommt der eigentliche Teil des Treffens. Was war da noch gleich?

  • Milchtasting, 12 Milchsorten im Vergleich
  • Cupping, sieben äthiopische Kaffees im Vergleich
  • Extreme-Roasting, unerwarteter Ergebnisse auf dem “Ghetto”-Röster
  • Extreme-Grilling auf dem La Marzocco Grill

Bei unserem Milchtasting ging es darum, 12 unterschiedliche Milchsorten im direkten Vergleich zu testen. Jeder der Teilnehmer konnte aus allen Sorten wählen und diese auf einer der drei vorhandenen Espressomaschinen aufschäumen. Danach wurde die Milch anhand der Kriterien Temperatur, Textur, Glanz, Blasen und Süße bewertet (1 schlecht bis 6 für sehr gut). Hinzu kamen die aromatischen Aspekte der jeweiligen Milch.

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Die getesteten Kandidaten waren (ohne Markenangabe).

  • Frischmilch, direkt vom Bauern mit 4.2% Fettgehalt - Aromatisch die beste Milch, schwieriger aufzuschäumen.
  • ESL-Milch mit 0.1% Fettgehalt
  • ESL-Milch mit 1.5% Fettgehalt
  • ESL-Milch mit 3.8% Fettgehalt
  • H-Milch mit 0.1% Fettgehalt - Erwartungsgemäße “Kocharomen”, die einen unangenehmen Beigeschmack ergeben.
  • H-Milch mit 1.5% Fettgehalt
  • H-Milch mit 3.5% Fettgehalt
  • Lactosefreie Milch mit 3.5% Fettgehalt - Süßer als alle anderen Sorten, allerdings aromatisch uninteressant.
  • Ziegenmilch mit 3.2% Fettgehalt - Schmeckt nach Käsebruch, ein wahrer “Genuss”.
  • Reis-Derivat mit 1.2% Fettgehalt - Schmeckt nach fadem Reiscracker, wegen des sehr geringen Eiweißgehalts nicht schäumbar.
  • Hafer-Derivat mit 1.6% Fettgehalt - Schmeckt erwartungsgemäß nach Hafer, wer’s mag…
  • Soja-Derivat mit 1.8% Fettgehalt - Eine Herausforderung im Degustations-Sinne, muss nicht sein.

Das Gesamtergebnis ist in folgendem Bild zu sehen.

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Das Cupping war sehr interessant. Dank Armin hatten wir die Gelegenheit, sieben äthiopische Kaffees im direkten Vergleich zu cuppen. Darunter befanden sich Kaffees wie Aricha Lot #28, Beloya, der klassische Yirgacheffe Grade 1 und ein Sidamo. Die Kaffees haben sich teils stark voneinander unterschieden, hauptsächlich in Ihrer Süße und dem jeweiligen Anteil an Fruchtnoten.

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Extreme-Roasting mit Thomas Schweiger war sehr interessant? Warum? Weil wir den Kaffee über Stunden gequält haben, auf einem Dampfkessel ähnlichem Etwas. Befeuert mit Holzkohle und einer perforierter Rösttrommel. Wie so etwas aussieht?

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Interessant war das Ergebnis der “Röstung”, die mit über einer Stunde Dauer nicht ganz der Normzeit entsprach. Bei einer Blindverkostung am Sonntag schnitt unser kartoffelfarbener Spezialmix nicht so schlecht ab, wie erwartet. Schlechter als die bekannte Discounterware war er jedenfalls nicht.

Und jetzt kommt er endlich, der La Marzocco Grill, Fleischeslust mit Stil.

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Noch einige Bilder zum Abschluss, wir freuen uns auf das nächste Treffen mit Euch, es hat richtig Spass gemacht.

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