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Radical Coffee Projekt - Roast Challenge by wolfram

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Wir starten demnächst ein neues Projekt unter dem Arbeitstitel “Roast Challenge” und möchten einen Vorgeschmack geben, was Euch erwartet.

Die “Roast Challenge” ist die Donnerkuppel deutscher Röster. Rastlos, seit Generationen, kein Ziel vor Augen. Was ist Qualität, was ist guter Kaffee? Diese Frage wird beantwortet, alte Zöpfe abgeschnitten, schonungslos. Die grausame Realität ist: die Jury seid IHR!

Auf dem Schlachtfeld begegnen sich Röstereien und kämpfen mit gleichen Waffen gegeneinander. Wer röstet den besten Kaffee, wer den besten Espresso und wer erschafft den besten Espresso-Blend? Akribische Vorbereitungen vor der Schlacht, eine kritische Jury, Blindverkostungen, ein Ranking.

Am Ende kann es nur einen geben!

Rückblick auf die DBC/WBC by wolfram

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Auch wenn inzwischen einige Zeit vergangen ist, so möchte ich doch nochmals auf die Deutsche Baristameisterschaft und die Barista-Wetlmeisterschaft zurück blicken. Die Vorbereitung auf die Meisterschaften war eine sehr intensive Zeit und wir haben uns in dieser Zeit mit einer Vielzahl an Themen beschäftigt, in einer teils immensen Detailtiefe.

Zunächst steht die Frage im Raum, wozu eine solche Meisterschaft eigentlich gut ist. Für mich sind es - neben vielen weiteren - die folgenden Aspekte, die das Thema interessant machen, völlig unabhängig von der letztlich erreichten eigenen Platzierung.

  • Die Baristameisterschaft sollte von jedem Teilnehmer als ernsthafter Wettbewerb verstanden werden. Die Aufwände bei der Vorbereitung sind enorm und fordern nicht selten an anderer Stelle ihren Tribut, seien es finanzielle oder zeitliche Abwägungen. Eine Teilnahme ohne entsprechende Vorbereitung spiegelt sich sofort in der Bewertung und einer tendenziell schlechteren Platzierung wider. Versteht man die Meisterschaft als Wettbewerb, bereitet man sich mit der gleichen Ernsthaftigkeit auf diesen vor, wie beispielsweise ein Sportler auf einen Marathon. Neben den offensichtlichen Belastungen wird man hierbei mit tief gehenden Einblicken in Details belohnt, die das Verständnis von Espresso, den sensorischen Fähigkeiten und Möglichkeiten und vieler kleiner Zusammenhänge aufzeigen. Die Lernkurve ist enorm, egal von welchem Punkt aus man startet und an welchem Punkt man am Ende angelangt ist. Wer offen ist und gerne lernt, wird durch die bloße Vorbereitung auf die Meisterschaft bereits entlohnt.
  • Das Thema Kaffee ist sehr vielschichtig und aus meiner Perspektive betrachtet annähernd so diffizil wie Wein. Das Problem ist: wieviele Personen sind offen für diese Perspektive? Den Lesern unseres Blogs (Euch) unterstelle ich diese Perspektive und auch die dazu gehörige Hingabe. Der breiten Masse fehlt schlicht der Zugang zu dem Thema, das Wissen muss erst noch vermittelt werden. Hierzu ist die Meisterschaft ein guter Weg: die Pluralität von Kaffee zu zeigen, das Spektrum an Eindrücken und dies nicht nur in Theorie, sondern am besten zum Anfassen.
  • Der Kontakt zu vielen Leuten aus der Kaffeebranche und die Möglichkeit, sich in den Tagen rund um die Meisterschaft intensiv auszutauschen und Spass zu haben.

Gut, viel Esoterik zu Grundsätzlichem, was ist mit Fakten?

Eine der Hürden bei der Baristameisterschaft ist das kreieren eines Signaturedrinks. Die Bewertung des Signaturedrinks geht, nach dem Espresso, mit der zweithöchsten Punktzahl in die Bewertung ein. In etwa sind Espresso, Cappuccino und Signaturedrink ähnlich von der Bewertung, dennoch hinterlässt der Signaturedrink einen besonderen Eindruck, die eigene Note und Handschrift. Differenzierung ist erwünscht, allerdings nicht wirklich einfach. Als Tipp kann ich mitgeben, die eigenen Ideen immer wieder von anderen reflektieren zu lassen und selbst kritisch zu sein. Wenn man sich fragen muss, ob es schmeckt, passt es noch nicht. Schaut, was andere von den Ideen halten, wie es wahrgenommen wird und welche Erwartungen vorhanden sind, wie diese erfüllt oder nicht erfüllt wurden. Kompliziert bedeutet nicht gleichzeitig gut, meistens sind simple Ideen besser, das Ergebnis zählt und nicht die Tonnen an Feuerwerk, die darum herum verschossen werden. Beachtet angrenzende Aspekte wie die Präsentation des Getränks, die Wahl der Gläser/Gefäße. Wichtig ist, die Dinge bewusst zu tun, sich vorher zu überlegen, warum man es genau so macht und nicht anders.

Die Auswahl des Kaffees ist ein wesentlicher Aspekt, wenn nicht der Aspekt überhaupt. Der nächstbeste Kaffee aus dem Supermarkt hat keine Chance, das Minimum ist ein frisch gerösteter Kaffee einer lokalen (oder sonstigen) Rösterei. Man muss wissen, wann der Kaffee geröstet wurde, um dessen Alterungsprozess bewerten zu können. Wie schmeckt der Kaffee direkt nach der Röstung, wie einige Tage, eine Woche, mehrere Wochen nach der Röstung? Welche Eigenschaften des Kaffees entwickeln sich in welche Richtung? Die sensorischen Aspekte (Aroma, Körper, Säure, Balance) sind ebenso wichtig wie die Möglichkeiten bei der Verarbeitung (Extraktionsverhalten). Es nutzt nichts, wenn der Kaffe am zweiten Tag nach der Röstung perfekt schmeckt, aber derart schnell ausgast, dass die Mühle permanent nachjustiert werden muss. Passt der Mahlgrad in der Vorbereitungszeit (Aufbauphase bei der Meisterschaft, vor der eigentlichen Wettbewerbszeit) noch, so kann dieser in der Präsentationszeit bereits wieder falsch sein, für eine Nachjustierung ist allerdings dann keine Zeit. Abgelagerter Kaffee hat das Problem im Extraktionsverhalten nicht oder zumindest deutlich vermindert, doch dies geht massiv auf Kosten der Aromen und der sensorischen Aspekte. Wie immer, muss auch in diesem Fall ein Aspekt gegen den anderen abgewogen werden.

Ein, zumindest für mich, weiterer Aspekt ist die Entwicklung von Röstprofilen. Durch die Arbeit mit hochwertigen Kaffees und einer (fixen) Idee von einem bestimmten Ergebnis, röstet man nicht drei, vier oder fünf Profile für einen Kaffee, sondern verfeinert diese immer weiter. Jede Änderung am Blend oder an einem Zubereitungsparameter reflektiert sich im Röstprofil, Röstung und Zubereitung geschehen im Wechselspiel. So intensiv habe ich mich bisher mit keinem meiner Kaffees beschäftigt, besonders nicht mit dem Wechselspiel zwischen einzelnen Kaffees, deren unterschiedlichen Röstprofilen und dem jeweils unterschiedlichen Alterungsverhalten.

Bei den vielen Detail ist ein Punkt sehr wichtig (den ich auch gerne mal missachte): den Fokus nicht verlieren. Sich in Details zu verlieren führt schnell in die falsche Richtung. Abstand und eine Pause ist manchmal besser als zu verbissen am Thema zu hängen. Der Spass ist wichtig!

WBC - Deutschland ist im Semifinale by wolfram

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Es ist unglaublich, wir haben es unter die besten zwölf Teilnehmer der Welt geschafft. Deutschland tritt im Semifinale morgen nochmals gegen die besten an. Drückt uns die Daumen, einen ausführlichen Bericht reichen wir nach der Meisterschaft nach.

Folgend findet Ihr die Startreihenfolge für morgen, jubelt für uns mit.

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Erster WBC-Tag in London, Vorbereitungen by wolfram

Der erste WBC-Tag in London geht zu Ende. Nach einigen Erledigungen, die wir früh morgens noch machen mussten, haben wir uns mit den anderen WBC-Teilnehmern, den Baristameistern aus über 50 Nationen, getroffen. In einem ersten Meeting wurden die Regeln, der Ablauf und andere Themen besprochen und man hatte die Chance, sich ein erstes mal auszutauschen.

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  • Anthony Calvez, Frankreich

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  • Anna Käppeli, Schweiz

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  • Gwylim Davies, aktueller Barista-Weltmeister, England

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  • Søren Stiller Markussen, Dänemark
  • Roberts Mbabazi, Uganda
  • Tom Schweiger, Deutschland

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Goran Huber, Österreich

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So (!!!) muss ein Pokal aussehen.

Show us some lovin… by wolfram

Bei der Deutschen Baristameisterschaft haben wir gut abgeschnitten und können Deutschland in der kommenden Woche bei der Barista Weltmeisterschaft in London vertreten. Tom Schweiger tritt als Deutscher Meister 2010 für uns an.

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Für alle, die uns in London unterstützen möchten, werden wir T-Shirts mit nach London bringen. Sprecht uns an, wir verteilen diese, solange wir welche haben.

Ein Dank geht an dieser Stelle an Prorista, dem Hersteller des neuen Tamperbell Tampers. Prorista war so freundlich die T-Shirt zu sponsorn.

Party der Deutschen Baristagilde by wolfram

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DBC-Bootcamp Tagebuch - Tag 1 by wolfram

Für diejenigen, die zum ersten mal über unseren Blog stolpern, kurz eine Einleitung. Tom, Tom und ich nehmen dieses Jahr an der Deutschen Baristameisterschaft in Hamburg teil. Wir bereiten uns seit knapp einem Jahr darauf vor und haben uns einen Zeitraum von zwei Wochen für ein intensives “Bootcamp” vor der Meisterschaft reserviert. Die Meisterschaft ist in zwei Wochen, entsprechend trainieren wir ab sofort mit brutalster Härte und kompromissloser Zielstrebigkeit, immer das Ziel vor dem inneren Auge: vor lauter Koffein nicht aus den Schuhen fallen!

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Nach dem Aufbautag, der mit zehn Stunden Umbaumaßnahmen, Zubehör sortieren, aufbauen und verstauen, doch recht lang geraten ist, haben wir gestern unseren ersten Trainingstag absolviert. Für die Meisterschaft bringen wir eigene Kaffees mit, die wir aus zahlreichen Kaffees ausgewählt und selbst geröstet haben. Dank Bernd Braune von Supremo und Alfons Schramer von Mondo del Caffè hatten wir Zugang zu zahlreichen Rohkaffees, aus denen wir letztlich eine Menge von zehn Kaffees in die engere Wahl genommen haben. Vielen Dank an dieser Stelle für die großartige Unterstützung!

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Alle unsere Kaffees haben wir regelmäßig verkostet, um unterschiedliche Röstprofile gegeneinander zu vergleichen, diese zu optimieren und zu prüfen, wie die Kaffees altern. Wieviele Tage nach der Röstung erreicht der jeweilige Kaffee sein geschmacklich und aromatisch bestes Profil? Nach der vielen Vorbereitung haben wir die letzten Kandidaten gestern letztmalig verkostet und unseren Favoriten herausgesucht, für alle anderen Kandidaten ist nach dem Re-Re-Call nun Schluss.

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Vorbereitung auf die Deutsche Baristameisterschaft by wolfram

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Wir trainieren dieses Wochenende wieder für die DBC, wenn Ihr Fragen für Eure eigene Vorbereitung habt, erreicht Ihr uns über twitter, Email und als Kommentar im Blog.

Wenn die Zeit reicht, nehmen wir einen weiteren Podcast auf. Auch hier gehen wir gerne auf Fragen ein.

Meldet Euch!

Selbstreflektionen by wolfram

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Manchmal ist es zum verzweifeln: bei aller Freude darüber, dass kleine Röstereien neu entstehen, erschreckt es mich, wie unreflektiert doch oft gearbeitet wird. Was ich meine?

Wie kann es sein, dass eine kleine Rösterei einen Ausschank und ein kleines Kaffee betreibt, im Verkauf mit zehn oder mehr unterschiedlichen Sorten Kaffee wirbt und sich auf der Getränkekarte lediglich Espresso, Espresso Macchiato, Cappuccino und Latte Macchiato finden, aber auch Darjeeling, Earl Grey, Früchtetee, Weißer Tee, Kamillentee und Pfefferminztee. Genau genommen ist die Teekarte wesentlich differenzierter, listet diese doch unterschiedliche Teesorten auf, hingegen kann man nur “Espresso” trinken.

Wie soll der Konsument jemals lernen, wie vielseitig Kaffee sein kann, wenn wir es ihm nicht richtig vermitteln? Was ist so schwierig daran, wenigstens zwei bis drei unterschiedliche Kaffeesorten als Espresso anzubieten und eine Auswahl an Kaffees? Holt die Kunden ab, zeigt ihnen was Kaffee sein kann, erklärt Eure Kaffees und deren Charakter. Espresso gibt es an jeder Ecke, richtig guten findet man hingegen selten, noch seltener eine gewisse Auswahl.

Radical Coffee Podcast #05 by wolfram

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Und hier kommt auch schon der nächste Podcast von uns, diesmal gehen wir ausführlich auf die Scoresheets der Baristameisterschaft ein und diskutieren diese detailliert. Für alle, die planen an der Deutschen Baristameisterschaft teilzunehmen, hoffen wir, einige Einstiegsfragen beantworten zu können.

Wie immer, Fragen und Anmerkungen bitte in die Kommentare.

Der Podcast ist hier zu finden.

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